Sweet Cherries
(2004/05) | Anekdotisches Schallspiel | 38'23'' |
Sweet Cherries befaßt sich mit der Thematik der akustischen Medien in ihrer Funktion als Nebenbei-Medien. Auditive Aufmerksamkeitsmechanismen und inzidente Wahrnehmungsinhalte prägen diese klangliche Untersuchung. Hörgewohnheiten werden von semantischen Kontexten gelöst betrachtet und dissoziative Effekte auditiver Perzeption dargestellt.
"Ästhetisch in bester anekdotischer Tradition, ist Sweet Cherries konzeptuell eine Komposition, die psycho-akustische Phänomene untersucht, eine Studie über das Zuhören, über die Aufmerksamkeit. Man kann sie als radiophones Stück hören, in dem verschiedene Räume und Situationen überlagert und miteinander in Beziehung gesetzt werden. Der Fön im Badezimmer, Musik im Radio, Kaufhausatmosphäre, das scheinbar nie gelingende Stimmen eines Klaviers -- hier werden assoziativ Geschichten erzählt, umgesetzt auf höchstem handwerklichen Niveau. Erst ein Blick auf die Titel--bezeichnungen wie "Concentration is ignorance" oder "Surviving of the loudest" läßt vermuten, daß es noch eine gänzlich andere konzeptuelle Ebene in der Komposition gibt -- ganz abgesehen vom Humor. Mit ein wenig Hintergrundwissen ist Sweet Cherries ein auskomponiertes Lehrbuch kognitiver Mechanismen, eine Serie von Exemplifizierungen in 13 Demo-Tracks, ohne daß je der Verdacht eines akademischen Dilettantismus aufkommen könnte: eine Reihe fast unschuldiger, wohlunterhaltender Frechheiten." (Martin Rumori)
excerpts:
NEUTRAL FACTS WITHIN MASKED INFORMATION .mp3_1.9mb
REPRESSIVE OCCURENCE - NONSEMANTIC DISTURBANCE .mp3_4mb
HABITUAL MODELS - EARWIGS AND EPIDEMIC EDEMAS .mp3_3mb
MNEME - SLAVETRADER OF PERCEPTION .mp3_1.9mb
Concert at the Academy Of Media Arts Cologne, projected on a 36 channel Acousmonium:
danke!